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Osteopathie Schweiz: die manuelle Variante der alternativen Medizin

Osteopathie Schweiz: die manuelle Variante der alternativen Medizin

Der menschliche Körper in all seinen Funktionen ist ein kompliziert Gebilde. Wie sehr das der Fall ist, bemerken wir meist erst dann, wenn Krankheiten unsere Lebensqualität einschränken. Alternative Heilansätze wie die Osteopathie bieten sanfte Wege, die Gesundheit vorbeugend zu erhalten und im Krankheitsfall die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Mit dem Bewegungsapparat des Menschen befasst sich die osteopathische Medizin: mit Knochen und Muskeln, Gewebe und Skelett und ihren vielfältigen Erkrankungen. Was es genau mit der Osteopathie in der Schweiz auf sich hat, was angehende Osteopathen lernen und weitere häufige Fragen rund um das Thema haben wir uns einmal näher angesehen.

Was ist Osteopathie?

Abgeleitet aus den griechischen Begriffen für Knochen und Leiden, bezeichnet das Wort Osteopathie verschiedene Konzepte zur Behandlung und Diagnostik. Manchmal nennen Therapeuten ihre Ausübung auch manuelle Medizin oder Manualtherapie. Die Techniken zur Behandlung werden nämlich mit blossen Händen vom Therapeuten ausgeführt. Erkenntnisse aus der Anatomie und Neurophysiologie fliessen in die Therapieformen mit ein. Die verschiedenen Bereiche der osteopathischen Medizin sind im Überblick:

  • manuelle Medizin
  • Chirotherapie
  • Chiropraktik
  • Manualtherapie
  • osteopathische Medizin
  • Manipulationstherapie

Welche Krankheiten behandelt die Medizin der Osteopathie?

Vom Säugling bis zum Greis gehören Menschen jeder Altersgruppe zu den Patienten des Osteopathen. Die Behandlungen sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Verspannte Muskeln, Fehlstellungen und Blockaden im Bewegungsapparat können der Grund sein, warum die Techniken angewandt werden. Die Mobilität zu stärken oder nach überstandener Krankheit wiederherzustellen, ist das Ziel. Osteopathen behandeln Schmerzen und Schäden von Knochen, Muskeln, Gelenken und Bindegewebe. Menschen mit Rückenschmerzen, Taubheitsgefühlen in Fingern oder Füssen, Sehnenentzündungen oder Kopfschmerzen lassen sich vom Osteopathen ebenfalls beraten. Während Schwangerschaft und Wochenbett, nach Kieferoperationen oder sogar bei Magen-Darm-Erkrankungen kann die alternative Medizin mitunter helfen. So vielfältig die Krankheitsbereiche sind, in denen manuelle Therapie helfen kann: Immer ist sie eine sanfte Methode, die den Menschen als Ganzes in den Blick nimmt und auf alle Lebensbereiche schaut, um die Gesundheit zu fördern.

Weiterbildung, Studium und mehr: Welche Ausbildung hat der Osteopath?

Die Fachhochschulen bieten Osteopathie als zweisprachigen Studiengang bis zum Master an. Erst mit dem Master darf der Therapeut Behandlungen anbieten. Im Bachelor-Studium lernen die Absolventen die theoretischen Grundlagen aus Osteopathie, Medizin und Biowissenschaft. Im Masterstudium folgen die klinische Ausbildung, die Vertiefung des Wissens aus dem Bachelor, Forschung und eine abschliessende Masterarbeit. Das ganze Studium hindurch wird der ganzheitliche Ansatz der Behandlungsform thematisiert und vermittelt.

Anforderungen fürs Studium: Wer kann Osteopathie studieren?

Eine Begeisterung für den Menschen an sich und die Funktionen seines Körpers ist wichtig für alle medizinischen Berufe. Man sollte gerne mit und für Menschen arbeiten und auch für die medizinischen Aspekte des menschlichen Lebens Interesse haben. Darüber hinaus braucht der Osteopathie-Student für die Zulassung zum Studium eine gute Beobachtungsgabe, analytisches Denken und ein hohes Mass an Selbstorganisation. Arbeitserfahrungen im medizinischen Bereich sind ebenfalls nötig, können aber gegebenenfalls mit einem Vorbereitungsjahr nachgeholt werden.

Gesundheit erhalten und fördern: Wo arbeiten Osteopathen?

Die osteopathische Medizin ist in der Schweiz ein anerkannter Gesundheitsberuf, ähnlich der Physiotherapie. Absolventen eines Studiums haben meist eine medizinische Vorbildung, sind Ärzte oder Gesundheitsfachkräfte. Eine Berufsausübungsbewilligung und damit die Anerkennung für übernahmefähige Therapien bekommt, wer mit einer interkantonalen Prüfung in Osteopathie seine Befähigung nachweist. Osteopathen arbeiten in eigener Praxis oder unterstützen das medizinische Team in Spitälern, Universitätskliniken und Kurkliniken. Da der Therapeut auch Diagnosen erstellten kann, gehen Kranke mitunter auf direktem Weg in die Osteopathie-Praxis, denn die Methode gilt als Erstversorgung. Gegebenenfalls kann der Osteopath an andere Gesundheitsfachkräfte weiterverweisen.

Organisation für medizinische Berufe: Was bietet der Schweizerische Verband der Osteopathen?

Im Schweizerischen Verband der Osteopathen organisieren sich Ausübende des therapeutischen Berufes. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein nach dem Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe (GesBG) anerkannter Abschluss. Ziel des Verbandes ist es, den Menschen eine hochwertige osteopathische Behandlung in Anspruch nehmen können. Mit dem Aufbau eines Masterstudiums und mit zahlreichen Weiterbildungen wird das Ziel umfassender, hochwertiger Behandlungsangebote umgesetzt. Mitglieder haben in der Organisation auch eine Interessenvertretung gegenüber der Politik, den eidgenössischen und kantonalen Behörden sowie den Krankenversicherern. Zudem belegen sie mit ihrer Mitgliedschaft ihre fundierte und hochqualifizierte Ausbildung und können jederzeit ihre Weiterbildung fortsetzen und sich auf den aktuellen Wissensstand bringen. Die fundierte Expertise belegt die Mitgliedschaft auch nach aussen hin: Das schafft Vertrauen beim Patienten.

Kosten von Physiotherapie und Co.: Werden osteopathische Dienstleistungen in der Schweiz übernommen?

Die Osteopathie gehört in der Schweiz in den Bereich der Zusatzversicherungen. Obwohl die Behandlung Teil der schweizerischen Grundversorgung ist, wird die Kostenübernahme von der Zusatzversicherung (VVG) übernommen. Dabei gibt es Unterschiede, je nachdem, in welcher Kasse du bist. Nicht nur die privaten, inzwischen erstatten auch zahlreiche gesetzliche Kassen die Aufwendungen für die Therapie. Mehr Informationen dazu bekommst du bei deiner Krankenversicherung. Wer keine geeignete Zusatzversicherung besitzt, der zahlt den Besuch beim Osteopathen selbst.

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