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Rückenschmerzen am Morgen: Symptome, Ursachen und Tipps für Übungen

Viele Menschen kennen das Problem. Frühmorgens quälen sie starke Rückenschmerzen und das Aufstehen fällt schwer. Im Laufe des Tages nehmen die Beschwerden zwar ab, am nächsten Tag treten sie in „guter Gewohnheit“ jedoch wieder auf. In unserem Ratgeber erklären wir dir die möglichen Ursachen für die unangenehmen Rückenschmerzen am Morgen und mit welchen Symptomen sie sich äussern. Ausserdem erhältst du hilfreiche Tipps, mit welchen Übungen du die Beschwerden linderst und was du präventiv tun kannst, damit die Rückenschmerzen gar nicht erst entstehen.

Mit welchen Symptomen äussern sich Rückenschmerzen morgens nach dem Aufstehen?

Die Rückenschmerzen am Morgen können sich mit unterschiedlichen Symptomen und zusätzlichen Begleiterscheinungen äussern. Häufig stellen Betroffene folgende Beschwerden im Rückenbereich fest:

  • Im unteren Rücken tritt ein ziehender oder stechender Schmerz auf.
  • Der Nackenbereich ist verspannt und schmerzt. Die Schmerzen strahlen bis in die Schulter und den Armbereich aus.
  • Im Bereich der Brustwirbelsäule am mittleren Rücken spannen die Muskeln schmerzhaft.

Die Schmerzen können sowohl im Liegen als auch beim Hochkommen in eine aufrechte Position, beim Aufstehen sowie bei den ersten Schritten auftreten.

Was ist der häufigste Grund für Rückenschmerzen am Morgen?

Wenn die Rückenschmerzen vor allem am Morgen nach dem Aufstehen auftreten, liegt der Grund meist in einer falschen Körperhaltung, die durch eine ungesunde Schlafposition noch einmal verstärkt wird. Vor allem bei Menschen, die sich nicht ausreichend bewegen, wenig Sport treiben und täglich lange im Sitzen arbeiten, bedeutet das für die Wirbelsäule eine enorme Anstrengung. Im Laufe der Zeit kann sich die Wirbelsäule dann verkrümmen. Die extreme Belastung kann normalerweise über den Schlaf in einer langen Erholungsphase kompensiert werden. Meist vergrössern schlechte Schlafpositionen das Problem jedoch noch, sodass in der Folge Verspannungen und Rückenschmerzen entstehen.

Welche Schlafpositionen begünstigen Rückenschmerzen am Morgen?

Auch wenn sie zu der bevorzugten Schlafposition vieler Menschen gehört, ist vor allem die Embryonalhaltung ungünstig, da sie Rückenschmerzen hervorrufen beziehungsweise noch verstärken kann. Das liegt daran, dass die Position mit angewinkelten Beinen genau der Haltung entspricht, die du tagsüber bereits beim Sitzen einnimmst. In der Folge wird die Rückenmuskulatur nicht mehr ausreichend gedehnt und zunehmend unnachgiebiger. Einen Teil zu den Rückenschmerzen tragen darüber hinaus auch eine schlechte Matratze sowie ein unpassender oder sogar fehlender Lattenrost bei.

Welche weiteren Ursachen gibt es, die zu Rückenschmerzen am Morgen führen?

Neben der falschen Körperhaltung und einer ungesunden Schlafposition gibt es weitere mögliche Ursachen, die die Rückenschmerzen am Morgen hervorrufen. Das können sein:

  • angeborene Skoliosen
  • Rheuma
  • Bandscheibenvorfälle
  • Übergewicht
  • unzureichende Flüssigkeitszufuhr
  • Stress und psychische Probleme
  • unausgewogene Ernährung
  • übermässiger Alkohol- und Nikotinkonsum

Nicht selten ist es das Zusammenspiel von mehreren Faktoren, die Rückenschmerzen am Morgen verursachen.

Welche Übungen helfen, um die Wirbelsäule zu entlasten und morgendliche Rückenschmerzen zu lindern?

Zur Entlastung der Wirbelsäule können unter anderem folgende Übungen helfen:

  • Begib dich in eine liegende Position auf den Rücken und platziere die angewinkelten Beine auf einem Stuhl. Hebe nun Kopf und Schultern an und führe die ausgestreckten Arme seitlich an den Beinen vorbei. Wiederhole die Übung 15 Mal.
  • Komme in den Vierfüsslerstand und platziere die Hände unter den Schultern und die Knie unter deiner Hüfte. Mache jetzt einen Katzenbuckel, indem du den Rücken nach oben schiebst und den Nacken einrollst. Danach kommst du ins Hohlkreuz. Lege den Kopf dafür in den Nacken und strecke das Kinn nach oben. Diese Übung solltest du zehnmal wiederholen.

Welche Tipps gibt es, um Rückenschmerzen am Morgen zu verhindern?

Unabhängig davon, ob die falsche Schlafposition ursächlich für die Rückenschmerzen am Morgen verantwortlich ist, können folgende Tipps grundsätzlich dazu beitragen, dass die Beschwerden gar nicht erst entstehen:

  • Die rückenschonendste Schlafposition ist die Rückenlage, wenn du gerade mit ausgestreckten Beinen liegst.
  • Schlafe auf einem dünnen Kopfkissen und nicht in erhöhter Kopflage, um den Nacken zu schonen. Auch ein ergonomisch geformtes Nackenstützkissen ist empfehlenswert.
  • Seitenschläfer können ein Kissen zwischen die Knie klemmen, damit die Hüfte nicht zur Seite fällt.
  • Wer auf dem Bauch schläft, legt sich zur Entlastung der Hüfte ein Kissen darunter.
  • Wähle eine Matratze mit einem Härtegrad, der zu deinem Gewicht und deiner Körpergrösse passt. Ideal ist eine Matratze mit einem flexiblen Härtegrad. Achte darauf, die Matratze regelmässig, etwa alle fünf Jahre, auszutauschen.

Wann muss ich mit Rückenschmerzen, die nach dem Schlafen auftreten, zum Arzt?

Grundsätzlich solltest du mit morgendlichen Rückenschmerzen immer dann einen Arzt, zum Beispiel einen Schmerzspezialisten, aufsuchen, wenn

  • die Rückenbeschwerden über einen längeren Zeitraum auftreten
  • die Rückenschmerzen sehr stark sind und dich beziehungsweise deine Gesundheit beeinträchtigen
  • trotz Änderung der Schlafposition, einem Wechsel der Matratze sowie einer möglichen Änderung der Lebensgewohnheiten keine Verbesserung der Beschwerdelag eintritt
  • die Ursache nicht feststeht beziehungsweise sich körperliche Ursachen, wie ein Bandscheibenfall oder Rheuma, dahinter verbergen

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