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Fliegergriff – Bauchschmerzen bei Babys lindern

Insbesondere während der ersten drei Lebensmonate kämpfen viele Babys mit Koliken. Die schmerzhaften Krämpfe im Verdauungstrakt lassen Eltern und Kinder nachts nicht schlafen und halten sie tagsüber auf Trab. Der Fliegergriff gilt als Lösung: Hältst du dein Baby auf diese spezielle Art, lösen sich die Verkrampfungen leichter. Du legst dein Baby mit dem Bauch auf deinen Unterarm, der Kopf ruht in deiner Armbeuge. Die Tragweite wird von den meisten Kindern geliebt! Neugierig geworden? Hier erfährst du mehr über dein Neugeborenes, die beste Trageweise für dein Baby und rund um die Elternzeit!

Was ist der Fliegergriff?

Als Fliegergriff bezeichnet man die Trageposition, bei der du dein Neugeborenes bäuchlings auf deinen Unterarm legst:

  • Der Kopf deines Kindes liegt in deiner Armbeuge.
  • Deine Hand stützt die Oberschenkel und das Gesäss, sodass dein Kind nicht herunterkippen kann.
  • Ist dein Kind etwas schwerer, hilft der zweite Arm mit und wird auch noch unter das Kind gelegt.

Die Bauchlage ist für Kinder bequem, wenn sie unter Blähungen und Magenschmerzen leiden. Denn in dieser Haltung kann die aufgestaute Luft leichter durch den Verdauungstrakt entweichen. Der Fliegergriff ist also bei den Drei-Monats-Koliken eine Erste-Hilfe-Massnahme.

Ab wann darf ich Babys im Fliegergriff halten?

Der Fliegergriff ist ab Geburt erlaubt und fördert die Entwicklung deines Babys. Solange du dein Kind sicher hältst, ist der Fliegergriff immer in Ordnung. Dein Kind geniesst die körperliche Nähe! Wichtig ist allerdings immer, dass du den Kopf deines Kindes gut stützt. Denn insbesondere in den ersten Lebenstagen und -wochen kann dein Kind den noch nicht sicher selbst halten. Die Nackenmuskulatur ist noch nicht ausgebildet. Und das ist noch ein Pluspunkt für den Fliegergriff: Er fördert die Nackenmuskulatur! Für die gesunde Entwicklung deines Kindes ist er also wichtig.

Wie lange halte ich mein Baby bei Bauchweh im Fliegergriff?

Es gibt keine zeitliche Einschränkung, der Fliegergriff schadet der Gesundheit deines Kindes nicht. Du hältst dein Kind solange im Fliegergriff, wie du und dein Kind das toll finden. Manche Babys haben nach einigen Minuten genug und wollen einen Positionswechsel, damit sie mehr sehen oder sich bewegen können. Andere Kinder geniessen es, einfach mal auf dem Arm von Mama oder Papa abzuhängen. Und einige schlafen dort ein und halten ein mehrstündiges Nickerchen … Das schadet dem Kind nicht. Du solltest nur Acht geben, dass deine Schultern und dein Nacken nicht verkrampfen. Denn dein Baby wird nach einer Stunde auf dem Unterarm doch recht schwer.

Warum wirkt der Fliegergriff bei Bauchschmerzen so gut?

Die beruhigende und krampflösende Wirkung hat mehrere Gründe:

  • Dein Kind hat Körperkontakt, vielleicht sogar Hautkontakt. Das beruhigt Kinder immer.
  • Dein Kind fühlt sich selbst, sein eigenes Gewicht. Sein Gewicht drückt es auf deinen Arm. Es fühlt sich gehalten und damit geborgen.
  • Das Gewicht deines Kindes liegt auf seinem Bauch – störende Gase werden also einfach weggedrückt und können entweichen. Das lindert die Bauchschmerzen.
  • Du kannst mit deiner Hand den Bauch deines Kindes in dieser Position leicht massieren. Auch das lässt Gase leichter entweichen und beruhigt dein Kind.
  • Du selbst strahlst Ruhe, Gelassenheit und Schutz aus, wenn du dein Kind so trägst. Diese Ruhe überträgt sich natürlich auf dein Kind!

Warum ist die Bauchlage für die Entwicklung meines Babys so wichtig?

Der Fliegergriff bringt dein Baby in die Bauchlage. Eigentlich hiess es lange, dass du die Bauchlage bei deine Kind vermeiden sollst, weil man vermutete, dass diese Lage zu Atemproblemen führen könnte. Dass dies in der Regel nicht der Fall ist, weiss man heute. Und man weiss eben auch, warum die Bauchlage für dein Kind so viele Vorteile hat:

  • Auf dem Bauch liegend hat dein Baby einen anderen Blick auf die Welt. Das ist sprichwörtlich ein Perspektivwechsel.
  • In der Bauchlage lernt dein Kind, das Köpfchen zu heben und zu drehen.
  • Die Bauchlage trainiert die Muskulatur in Schultern und Nacken, sodass dein Kind die Kopfkontrolle erlangt. Die ist Voraussetzung dafür, dass dein Kind sitzen, krabbeln und laufen lernt.
  • Die Bauchlage ist wichtig, weil dein Kind irgendwann aus dieser Lage heraus robbt und krabbelt.

Was kann ich in der Schwangerschaft gegen Blähungen tun?

Blähungen sind in der Schwangerschaft eine ganz normale Erscheinung. Dein Darm arbeitet aufgrund des Hormons Progesteron langsamer, die Darmwand entspannt sich, und dadurch entstehen mehr Gase. Gleichzeitig drückt während der Schwangerschaft die immer grösser werdende Gebärmutter auf den Verdauungstrakt, was ebenfalls zu Bauchweh führt. Tipps gegen die Bauchschmerzen sind:

  • Ausreichend trinken
  • Viel bewegen
  • Stress vermeiden
  • Kräutertees mit Fenchel, Anis oder Pfefferminze trinken
  • Ein warmes Bad nehmen
  • Ruhe und Entspannung geniessen
  • Schon bei bestehendem Kinderwunsch die Ernährung auf weniger blähende Lebensmittel umstellen

Welche Alternativen zum Fliegergriff gibt es?

Das sind unsere Tipps bei Blähungen und Koliken:

  • Leg dein Baby bäuchlings auf deine Oberschenkel.
  • Leg ein warmes Kirschkernkissen auf den Bauch deines Kindes.
  • Achte darauf, dass dein Kind langsam und gleichmässig trinkt. Vielleicht willst du ein Antik-Kolik-Fläschchen verwenden.
  • Überarbeite den Speiseplan. Stillkinder leiden manchmal unter Blähungen, wenn Mama Zwiebeln oder Kohl isst, Kuhmilch trinkt oder Käse nascht.
  • Massiere den Bauch deines Kindes vorsichtig mit Bäuchlein-Öl.
  • Der Kinderarzt kann in ernsten Fällen Kümmelzäpfchen oder medizinische Tropfen verschreiben.

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